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Film 'Jeder Tag ein Jahr'

Jeder Tag ein Jahr - Über den Tod und das pralle Leben

Um leichte Kost handelt es sich bei diesem Streifen ganz gewiss nicht: In „Jeder Tag ein Jahr“ zeigt der Filmstudent Pascal Fetzer den Alltag der jungen Freibergerin Tina Lepuschitz. Die 29-Jährige hat seit ihrer Geburt einen Herzfehler – und vermutlich nicht mehr lange zu leben. Wer Tina Lepuschitz in einem Café sitzen sieht, würde nie auf die Idee kommen, dass sie schwer krank ist. Im Gegenteil: Die 29-Jährige wirkt lebensfroh und aufgeschlossen. Etwas allerdings unterscheidet sie von anderen jungen Menschen: Die junge Freibergerin hat einen angeborenen Herzfehler.

Ärzte sagen, dass sie vermutlich schon bald sterben wird. Bis 2008 war sie als Erzieherin in einem Kindergarten in Bietigheim-Bissingen tätig. Dort arbeitete auch die Schwester von Pascal Fetzer, der an der Filmakademie Baden-Württemberg das Fach „Regie Dokumentarfilm“ studiert. Als ihm seine Schwester von Tina Lepuschitz erzählte, wurde Fetzer hellhörig und fragte, ob er einen Film über die junge Freibergerin drehen darf. „Wir haben uns getroffen, saßen mehrere Stunde zusammen und waren uns gleich einig, dass das eine gute Idee ist“, erinnert sich Tina Lepuschitz. Doch zunächst musste sie auch ihre Eltern überzeugen – schließlich war klar, dass auch diese eine wichtige Rolle in dem Film spielen würden. Vor allem der Vater war zunächst gar nicht begeistert von dem Projekt. „Aber als meine Eltern Pascal kennenlernten, waren sie sofort einverstanden.“ Gedreht wurde von Februar bis Mai vergangenen Jahres. 45 Stunden Rohmaterial kamen zusammen, die Fetzer auf eine 60-Minuten-Doku zusammenschnitt. „Ich wollte einen authentischen Einblick in Tinas Leben geben und das Nebeneinander von Glück und Leid zeigen, das Tina durch Hochzeit und Krankheit erfährt“, sagt Fetzer über seinen ersten Langfilm. „Das Ganze sollte aber nicht nur traurig sein, sondern auch Tinas Freude am Leben zeigen“. Entstanden ist ein Film, der eindringlich von einem menschlichen Schicksal erzählt und traurige, fast depressive Szenen enthält, wenn Fetzer zum Beispiel zeigt, wie Tina Lepuschitz minutenlang durch die Gänge des erschreckend großen Klinikums in München-Großhadern läuft oder an den Ärzten verzweifelt. Entstanden ist aber auch ein Film über das pralle Leben, der eine mutige junge Frau zeigt, die gegen ihre Krankheit ankämpft und die trotz der Gewissheit, jung zu sterben glückliche Momente erlebt, etwa, wenn sie Geburtstag mit Familie und Freunden feiert, wenn sie ihre große Liebe heiratet oder mit ihrer Mutter Spaß bei einer rasanten Rollstuhlfahrt im Krankenhaus hat. Entstanden ist nicht zuletzt auch ein Film über den Glauben. Als sie 15 Jahre alt war, erfuhr Tina Lepuschitz beim Stöbern in einer Krankenakte zufällig, dass sie wohl nur 30, höchstens 40 Jahre alt wird. Ihre Eltern hatten bis dahin nicht den Mut gefunden, ihr das zu erzählen. „Heute kann ich das verstehen. Damals habe ich meine Eltern provoziert und aufgefordert, schon mal einen Grabstein für mich auszusuchen“. Die frühe Auseinandersetzung mit dem Tod habe ihren Glauben gestärkt, betont die 29-Jährige, die entwaffnend offen über ihre Krankheit spricht. „Ich glaube an Gott, wenn auch nicht unbedingt im kirchlichen Sinne“.

Leichte Kost erwartet die Besucher des Films auf jeden Fall nicht – das hat Regisseur Pascal Fetzer aber auch nicht beabsichtigt. „Man sollte auch auf seine filmische Ernährung achten und nicht nur RTL-II-Fast-Food essen“.

Weitere Infos im Internet unter der Adresse: www.jedertageinjahr.de Der Regisseur Pascal Fetzer und das Team freuen sich über Ihre Meinung, Zustimmung, Kritik zum Film. Bitte tragen Sie sich in das Gästebuch auf der Internetseite www.jedertageinjahr.de ein.

Bezugsmöglichkeiten: Bestellen Sie die DVD mit dem Film zum Selbstkostenpreis von 11,45 Euro (10,00 Euro plus 1,45 Euro Versandgebühr) per Vorkasse in der HERZKIND - Geschäftsstelle. Es lohnt sich!

Text: Frank Klein, Ludwigsburger Kreiszeitung v. 06.03.2010 www.lkz.de